Naturfasern

Naturfasern sind alle Fasern, die von natürlichen Quellen wie Pflanzen, Tieren oder Mineralien stammen und sich ohne weitere chemische Umwandlungsreaktionen direkt einsetzen lassen. Sie sind damit abzugrenzen von Chemiefasern, die synthetisch hergestellt werden.

Hauptsächlich verwendete pflanzliche Rohstoffe sind neben Baumwolle Bastfasern wie Hanffasern, Flachs- oder Leinfasern, Nessel, Jute. Aus den harten Sisal- und Kokosfasern werden vornehmlich Bodenbeläge gefertigt.

Als Sisal werden die Fasern aus den Blättern einiger Agaven bezeichnet, insbesondere die der Sisal-Agave (Agave sisalana). Sisal ist eine relativ junge Naturfaser, ihr Gebrauch begann erst im 19. Jahrhundert und erreichte seine Blüte im frühen 20. Jahrhundert. Die Fasern werden zu Tauen, Seilen, Garn und Teppichen und zahlreichen anderen Produkten verarbeitet.

Materialspespezifische Eigenschaften:

  • gesundheitlich unbedenklich
  • biologisch und thermisch abbaubar, daher leicht zu entsorgen bzw. zur Energiegewinnung nutzbar
  • nachwachsender Rohstoff (Einjahrespflanzen)
  • Naturfasern sind feuchtigkeitsregulierend und laden sich nicht elektrostatisch auf